Verfasst von: nirhtactio in: 2009/06/07
„Wie es sich so anfuehlt, neu anzufangen!“
Ja, schon vor langer Zeit kam ich auf die Idee, meine Diplomarbeit im Ausland zu machen. Nachdem ich ‘nur’ sogar Englisch und Latein gelernt hatte kam fuer mich natuerlich nur sofort das Englisch-sprachige Ausland in Frage. Canada, England, USA am liebsten. Genau genommen wollt ich das in der Schule schon.
An meinem Abschiedstag hat mich meine wundervolle Ex-Mitbewohnerin NJ daran erinnert, wie wir zum ersten Mal im 2.Semester auf dem Sofa in der Kueche (von der coolsten WG in ganz Konstanz) darueber geredet hatten.
So, jetzt sitz ich hier auf meinem Bett in Connecticut, dem Bringer-Staat schlechthin (aber das ist eine andere Geschichte und soll wann anders erzaehlt werden). Und reflektiere meinen Traum. Es ist nicht der erste, den ich mir erfuellen durfte, aber nachdem das Leben sich kontinuierlich steigert bis jetzt der groesste.
Nicht nur, dass ich selbst nicht daran geglaubt habe (ihr wisst schon. Das schwerste ist der erste Schritt), allgeimein, eine Stelle finden, das ganze mit der Uni organisieren. Ein Visum bekommen. Das sind bis auf letzteres jetzt nicht die grossen Huerden, aber eben kleine Hindernisse, die es einen gleich mal gar nicht anpacken lassen koennen.
Ich bin gluecklich, diesen Schritt gegangen zu sein. Froh fuer alle neuen Erfahrungen, Momente, Erinnerungen. Froh, weil ich hier einen super genialen Diplomarbeitsbetreuer habe und eine Arbeitsumgebung, bei der ich jeden Morgen gerne aufstehe und mich freue, hinzugehen. Froh fuer den Abstand, den ich zu gewissen Dingen in Deutschland bekomme und froh um die Unabhaengigkeit. Froh, es allein zu schaffen (und wenn ich in Connecticut allein sage, dann meine ich allein
).
Froh um die neuen Menschen, die man kennelernt (die deutschen Prakikanten und deren Gastgeschwister, die Amis und Hostelbewohner aus allen verschiedenen Laendern, die man auf den Reisen/Wochenendtrips so trifft, die Kollegen…), froh um die „alten Freunde“, die einem bleiben und die einen schon so gut kennen, dass man am Telefon / im Chat nur einen Satz zu sagen/schreiben braucht und sie verstehen sofort, was hier los ist.
Froh, hier eine Anlaufstelle fuer Besucher zu sein (die ja auch ganz ordentlich genutzt wird und das ist schoen!!).
Einfach froh.
Wie ist es, mitten im Nichts neu anzufangen?
-Ziemlich eintoenig
Aber das Nichts hat in diesem Fall einen entscheidenden Vorteil: es liegt ganz nah am Anti-Nichts. Und New York liegt hier eben doch so „zentral“, dass die Reise nach Boston, Montreal, Toronto, Niagra, Philadelphia und alles dazwischen quasi vorgeplant ist. Und Washington D.C. (aber das ist eine andere Geschichte und die soll wann anders erzaehlt werden).
Wie ist es nun also?
SAUGUT!!!